Öko-Grundanforderungen

Bio Imkerei

Bienen sind als natürliche „Bestäuber“ für die Landwirtschaft und damit für die natürliche Lebensmittelproduktion unverzichtbar. Und ihr Honig, vor allem Bio Honig, ist eines der wertvollsten und sicher auch gesündesten Naturprodukte überhaupt. Vorausgesetzt, die Bienen haben sich an gesunden „Rohstoffen“ bedient, die nicht in unmittelbarer Nähe zu Industriegebieten oder verseuchten Gebieten wachsen.

Die Realität ist allerdings komplexer. Bio Imker:innen werden immer versuchen, die Beuten in ausreichend großem Abstand zu den mit Schadstoffen belasteten Gebieten aufzustellen. Aber nur in seltenen Fällen wird es möglich sein, umfassend die von Bienen für die Produktion von Bio Honig genutzten „Rohstoffe“ auszuwählen. Der Grund dafür ist, dass es in Deutschland nicht ausreichend naturbelassene Landschaften gibt und man Bienen auch keine Vorgaben machen kann, wo sie sammeln.

Deshalb zielen die Vorgaben der EU-Ökoverordnung für Imker:innen in erster Linie auf die von ihnen steuerbaren imkerlichen Tätigkeiten, zu denen vor allem die ökologische Haltung der Bienen sowie die Gewinnung, Behandlung, Verarbeitung und Lagerung des Bio Honigs zählen. Zum Beispiel bevölkern ökologisch gehaltene Honigbienen nur Beuten aus Holz oder anderen Naturstoffen und die Mittelwände der Waben bestehen aus Bio-Wachs. 

 

Anforderungsliste BIO IMKERBETRIEB

Beuten und Körbe aus natürlichem Material

Verwendung von biologischem Wachs für die Mittelwände

Bei der Desinfektion nur zugelassene Mittel verwenden: Varroabekämpfung nur mit öko-zugelassenen Mitteln

Beschneiden der Flügel der Königin nicht erlaubt

Sorgfältige Wahl von Material und strenge Zucht

Ihr Weg zur Bio-Imkerei

Nachdem Sie einen Antrag auf eine Bio-Imkerei gestellt haben, fängt für Sie eine Umstellungsphase an, die mindestens ein Jahr dauert. In dieser Zeit müssen Sie als angehende(r) Bio-Imker:in Ihren Imker-Betrieb nach den Vorgaben der EU-Ökoverordnung ausrichten. Das bedeutet zunächst, dass alle Bienenvölker biologisch gehalten werden.

Ein besonders heikler Punkt: die Aufstellung der Beuten in ausreichenden Abständen zu Gebieten, die aufgrund von vorfindbaren Schadstoffen für die Sammlung nicht geeignet sind. Erkunden Sie die Umgebung, in der Sie die Beuten aufstellen möchten, und erstellen Sie eine Karte für die für geeignete Standorte, an denen Sie Ihre Völker aufstellen.

Auch das Material für die Mittelwände ist ein wichtiger Faktor für die Zertifizierung. Im Gegensatz zu konventionellen Imkereien dürfen Bio-Imkereien kein Altwachs verwenden, das möglicherweise mit Chemikalien verseucht ist. Das verwendete Wachs muss von Bio-Imkereien stammen und sollte, nach Ihrer eigenen Zertifizierung als Bio-Imkerei, am besten aus der eigenen Produktion stammen.

Bei der Bienenzucht selbst gelten ebenfalls strenge Regeln. Die EU-Ökoverordnung belohnt die natürliche Vermehrung. Allerdings sind Zukäufe aus ökologischer Haltung zulässig. Beim Überwintern sollten Ihre Bienen möglichst ihren eigenen Honig als Futter verwenden. Zulässig sind aber auch Bio-Honig, Bio-Zucker und Bio-Zuckersirup aus ökologischem Landbau.

Bei der Kontrolle wird außerdem darauf geachtet, dass Sie genau dokumentieren können, wo Ihre Bienen fleißig waren, wie hoch die Ernte- und Verkaufsvolumen sind und wie Sie Varroa bekämpft haben.

Checkliste Umstellung auf ökologische honigproduktion

Frühzeitige Identifikation geeigneter Flächen für das Sammeln

Umstellung der Bienenvölker auf Bio planen und umsetzen (mindestens ein Jahr)

Erstellung eines Vorsorgekonzeptes zur Einhaltung der Bio-Integrität

Konsequente und dokumentierte Einhaltung der Maßnahmen

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Öko-Anforderungen für Unternehmen im Bereich Pflanzenbau

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